So können Sie Warenkorbabbrecher zurückholen

Warenkorbabbrecher zurückholen

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Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 07.07.2017, 13:14 Uhr

Wenn Sie einen Onlineshop betreiben, werden Sie wissen, wie leidig es ist, wenn Kunden immer wieder Käufe abbrechen. Eine besonders hohe Rate bricht den Kauf im Warenkorb ab. Dies ist auch kein Wunder, denn Warenkörbe werden von den meisten Onlinehändlern vernachlässigt. Es gibt jedoch einige Möglichkeit, wie Sie Warenkorbabbrecher zurückholen können. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie Sie am besten vorgehen.

Kaufabbruch im Warenkorb: Welche Gründe kann das haben?

Zu den häufigsten Gründen, weshalb Nutzer Ihre Kaufabsicht im Warenkorb beenden gehören die folgenden:

  • Der User stellt fest, dass der Gesamtpreis zu hoch ist
  • Der Nutzer verwendet den Warenkorb als Merkliste und speichert Produkte, die ihn interessieren lediglich vorsorglich ab
  • Der User kann sich noch nicht entscheiden, ob er kaufen soll oder nicht

Kaufabbrecher zurückholen durch E-Mail-Marketing

Eine der besten Methoden, um einen Warenkorbabbrecher zurückzuholen ist das E-Mail-Marketing. Hierbei sollten Sie sich jedoch nicht auf einen herkömmlichen Newsletter beschränken, sondern vielmehr gezielt auf den verlassenen Warenkorb ansprechen. Sie wissen schließlich, dass sich der Kunde für Ihre Produkte interessiert, sodass Sie ihn lediglich daran erinnern und ihn somit doch noch zum Kauf bewegen möchten. Achten Sie jedoch auf die gesetzlichen Regelungen zum E-Mail-Marketing.

Wie sieht die perfekte E-Mail für den Abbrecher aus?

Damit die E-Mail-Aktion ihre Wirkung erzielt, sollten Sie beim Verfassen einige wichtige Dinge beachten:

  1. Beziehen Sie sich bereits im Betreff direkt auf die Tatsache, dass der Kunde den Warenkorb verlassen hat. Formulieren Sie dies jedoch niemals vorwurfsvoll und schon gar nicht aufdringlich. Erinnern Sie den User höchstens dreimal an den abgebrochenen Warenkorb, um ihn nicht zu belästigen.
  2. Achten Sie darauf, den Kunden dahingehend zu informieren, dass die ausgewählten Produkte lediglich für einen bestimmten Zeitraum (den Sie selbstverständlich exakt angeben sollten) im Warenkorb gespeichert werden.
  3. Bestenfalls arbeiten Sie direkt in der E-Mail mit einem Link, der den User zum Warenkorb führt, sodass er umgehend handeln kann.

Ein kleiner Extra-Tipp: Die meisten User reagieren deutlich schneller auf eine solche Rückholaktion, wenn Sie beispielsweise mit zusätzlichen Rabatten werben.

Vorbeugende Maßnahmen, um Kaufabbrüche im Warenkorb zu vermeiden:

Damit Sie nicht erst darüber nachdenken müssen, Kunden, die den Einkauf im Warenkorb abgebrochen haben, zurückzuholen, sollten Sie den Warenkorb von Anfang an userfreundlich gestalten. Diesbezüglich gibt es diverse Möglichkeiten, die wir Ihnen nachfolgend näher erläutern möchten:

  1. Sorgen Sie dafür, dass Produkte im Warenkorb umgehend und kinderleicht hinzugefügt oder gelöscht werden können.
  2. Fügen Sie auch im Warenkorb einige Details zu den Produkten sowie Bilder ein.
  3. Achten Sie darauf, den Kaufabschlussvorgang so kurz wie möglich zu gestalten. Hierzu gehört beispielsweise, Daten nur einmal abzufragen und sich lediglich auf die wirklich notwendigen Daten zu beschränken.
  4. Fügen Sie für jedes Produkt einen Link ein, welcher direkt zur betreffenden Produktseite führt.
  5. Achten Sie darauf, die Kosten so transparent wie möglich darzustellen, sodass beispielsweise die Versandkosten auf einen Blick ersichtlich sind.
  6. Sie können auch eine sogenannte Prozessanzeige verwenden. Mit dieser kann der Nutzer sehen, welche Schritte er bis zum Kaufabschluss noch gehen muss.
  7. Arbeiten Sie mit Gutscheincodes, die das Interesse der User steigern.
  8. Sofern es zu Fehlermeldungen kommt, sollten diese stets leicht verständlich und kundenfreundlich formuliert werden.
  9. Achten Sie darauf, Links für „Zur Kasse gehen“ und „Weiter einkaufen“ so einzubauen, dass Sie dem potentiellen Kunden sofort auffallen.
  10. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass der User nicht durch ablenkende Elemente von seinem Ziel abgehalten wird.
  11. Arbeiten Sie mit sogenannten Inline-Validierungen. Durch diese werden alle Daten, die der User in die Bestellformulare eingibt, umgehend überprüft. Hierdurch spart der potentielle Kunde beim Einkauf viel Zeit.
  12. Nicht zuletzt spielt ein erstklassiger Kundendienst eine entscheidende Rolle. Bieten Sie eine Service-Hotline an und arbeiten Sie im besten Fall auch mit einem Live-Chat.

Sie können auch mit dem Onsite Retargeting arbeiten

Es gibt natürlich auch zahlreiche Fälle, in denen der User gar nicht erst bis zum Warenkorb durchdringt, sondern seine Kaufabsicht schon vorher beenden möchte. Für diesen Fall empfehlen wir Ihnen das Onsite Retargeting. In diesem Fall arbeiten Sie mit einem Popup-Fenster, mit welchem der Nutzer doch noch zu einer Conversion bewegt werden soll, ehe er den Shop verlässt. Im Rahmen des Retargetings sollten Sie auf die Vorteile Ihres Shops eingehen und dem User beispielsweise folgende Dinge mitteilen:

  • Interessante Rabatt-Aktionen oder Sales sowie Gutscheine
  • Auf die wichtigsten Details des Shops eingehen, indem Sie beispielsweise auf einen kostenlosen Versand oder ein umfangreiches Rückgaberecht hinweisen

Wenn Sie sich das Onsite Retargeting zunutze machen möchten, um den User dauerhaft an sich zu binden, können Sie im Rahmen des Popups auch eine Newsletter-Anmeldung vorschlagen. Bieten Sie einen Anreiz hierzu, indem Sie beispielsweise einen Rabatt für den ersten Einkauf einräumen.

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